Rechtsextremismus im Fußball

Lieblingssport der Deutschen

Fußball ist das Heiligtum der Deutschen, wenn es um Sport geht. Die Königsdisziplin des Ball-Kickens ist längst mehr als einfach nur eine Sportart für uns; Fußball ist entschieden ein großer Teil der deutschen Kultur! Demnach kann man mittels Fußballs und allem, was damit zu tun hat, recht einfach die Aufmerksamkeit vieler Menschen erregen – und genau das machen sich auch rechtsextremistische Bewegungen zunutze. Rechtsextremismus im deutschen Fußball ist leider nichts Neues und wir finden es umso wichtiger, aktiv dagegen vorzugehen und uns unseren Volkssport nicht verderben zu lassen!


Extremismus und Hooligans: raus aus den Fankurven

Immer wieder kommt es während Fußballspielen zu unschönen Vorfällen. Im Eifer des Gefechts lassen sich Spieler zu verbalen oder auch körperlichen Attacken auf Mitspieler hinreißen. Solche Gewalt ist sowieso schon einmal tabu, wenn es ein freundliches, respektvolles und rundum sportliches Miteinander geben soll. Richtig unter die Gürtellinie geht es aber dann, wenn rechtsextremistische Tendenzen ausgelebt werden – rassistische Beleidigungen, Diskriminierung, Hitlergrüße, Nazi-Gesänge. Vor allem im Osten Deutschland sind die Vereine Cottbus und Chemnitz berühmt-berüchtigt für ihre Fangemeinden, die sich sehr rechts oder zumindest rechtsoffen verhalten und auch gern einmal absichtlich Linke provozieren – von der Fankurve aus. Feuerwerkskörper werden in Menschenmassen geworfen und oft kommt es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Stadionbesuchern und der Polizei. Das sind keine Fußball Fans – das sind Hooligans.


Fans sind Vorbilder

Wenn es darum geht, aus veralteten Verhaltensmustern auszubrechen oder auch einfach durch das Überwinden von Passivität etwas Neues zu tun, richtigen die Augen für gewöhnlich erst einmal auf die Leute in Führungspositionen. Von ihnen wird als erstes erwartet, mit gutem Beispiel voran zu gehen und dadurch den Menschen vorzumachen, wie sie sich idealerweise verhalten sollten. Das ist jedoch nur der erste, winzige Schritt. Mannschaften, Vereine, Landesverbände, Ligen, Spieler und Fans sind alle gleich verantwortlich dafür, dass Diskriminierung jeglicher Art nicht stillschweigend toleriert wird. Dazu gehören antisemitische, rassistische, xenophobe und auch homophobe Äußerungen und Handlungen. Profispieler, die automatisch eine Rolle als „Influencer“ innehaben, sollten sich ihrer Vorbild-Position bewusst sein. Vor allem aber spielen die Fangemeinden eine große Rolle, denn in diesem Sozialraum sammelt sich einfach die Masse der Menschen an – und wenn sich diese nicht gegen Rassismus und dergleichen wehrt, können die Chefs und Spieler nur wenig machen.


Prävention ist problematisch – Rechtsextremismus ist mitten unter uns

Dazu kommt als weiterer Teil der Problematik, dass Rechtsextremismus in Fußballstadien oft gar nicht so einfach zu erkennen ist – schließlich laufen die Nazis nicht mehr in Uniform herum und bis sie etwas Rechtsradikales tun, kann man sie nicht von normalen Fans unterscheiden. Prävention ist daher schwierig, wenn nicht bereits etwas passiert ist. Auch ist die rechtsextremistische Bewegung nur schwer messbar, da es keine Sammelstelle für Informationen und Vorfälle gibt – man hört nur von Vorfällen, wenn sie es in die Medien schaffen. Wie viel rechtsradikal Angehauchtes geht vor, ohne dass es irgendjemand bemerkt, oder ohne dass darüber geredet wird?

Die Rechtsextremisten in unseren Fußballstadien verstecken sich in aller Öffentlichkeit. Woher man also genau weiß, dass die rechte Szene in Deutschland wieder zugenommen hat? Der Werdegang der AfD ist ein aussagekräftiger Hinweis, zusammen mit der wachsenden Anzahl von Vorfällen, bei denen ganz offensichtlich das Nazi-Gesicht gezeigt wird und die oft zu Gewalt und Unruhe führen.


Zusammen gegen Rechtsextremismus protestieren

Da es so viele Fußball-Fans in Deutschland gibt, sind die Fangemeinden überall repräsentativ für die ganze Gesellschaft. Entwicklungen, die in den Fußballstadien offensichtlich werden, gibt es nicht nur dort, sondern in allen Ecken unserer Welt. Die Fangemeinden spiegeln lediglich allgemeine soziale Entwicklungen weiter. Das mag sich nun noch beängstigender anhören, ist aber im Grunde eine gute Sache, denn so hat man wenigstens einen Anfangspunkt für anti-rechtsradikale Aufklärung – auf lange Sicht die einzig Wirksame Art der Prävention. Denn wenn sich das Bewusstsein der Gesellschaft ändert und mehr junge Menschen lernen, dass Diskriminierungen jeder Art unmoralisch sind, dann wird der rechtsextremen Szene ihr so dringend benötigtes Nachwuchsmaterial genommen. Deshalb darf nicht geschwiegen werden – werden rechte Stimmen laut, müssen sich noch mehr Stimmen dagegen erheben – alles andere wirkt ermutigend. Zusammen können wir auf friedliche und demokratische Weise deutlich machen, dass Rechtsextremismus in unseren Fußballstadien nichts zu suchen hat.

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